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Chronisten

In der Verbandsgemeinde Westliche Börde beschäftigen sich die Chronisten Ralf Staufenbiel (Kloster Gröningen), Kurt Rausche (Wulferstedt), Dietmar Buchholz (Gunsleben) und Peter Fischer (Ausleben) mit der Recherche und Aufarbeitung der Heimatgeschichte in ihren Orten. Nachfolgend stellen sich die Heimatforscher im einzelnen vor:
 

Ortschronist Ralf Staufenbiel

Ralf Staufenbiel

Kontakt:

Ralf Staufenbiel

393937 Gröningen OT Kloster Gröningen

Telefon: 039403 92410

E-Mail:

 
Wie Ralf Staufenbiel als Handwerker zur Heimatgeschichte kam…

Ralf Staufenbiel wurde 1950 in Deesdorf als Sohn eines Landwirtes geboren, und wohnt seit 1970 mit seiner Familie in Kloster Gröningen, einem Ortsteil der Stadt Gröningen.

Nach dem Schulbesuch in Gröningen, einer anschließenden Lehre als Ofensetzer in Halberstadt und einer elfjährigen Tätigkeit als Ofensetzer, ging er mit 29 Jahren zur Berufsfeuerwehr nach Halberstadt und wurde zum Ingenieur für Brandschutz ausgebildet. Mitte 1989 erfolgte seine Umsetzung zum Polizeidienst in Halberstadt, da die beruflich tätige Feuerwehr aufgelöst werden sollte.

Im Jahr der politischen Wende war Ralf Staufenbiel für ein halbes Jahr als Abschnittsbevollmächtigter in Gröningen tätig, wo er durch Zufall bei einem Brand mit Todesfolge die Fotodokumentation und die Rundumermittlungen zu sichern hatte.

Diese Ermittlungstätigkeit ebnete ihm den Weg zum Einsatz als Kriminaltechniker. Schon zwei Jahre später wurde er als Leiter einer Wachgruppe im Kriminaldauerdienst in Halberstadt eingesetzt.

Von 1996 bis 2007 war sein Tätigkeitsfeld von der Brandursachenermittlung geprägt. Seine größten Fälle waren der Brand des Schlosses in Groß Germersleben und die Tragödie um die neun Brandopfer im Obdachlosenheim in Halberstadt.

Ralf Staufenbiel ging in diesem Beruf voll auf, aber bedingt durch den beruflichen Stress brauchte er ein Hobby, um am Abend und an den Wochenenden entspannen zu können.

Er fand diese „Auszeit“ in der Heimatgeschichte, die ihn schon immer faszinierte. Mit einer Vielzahl gesammelter Geschichtsdaten und seinem Hobby „Fotografie“ machte er nach und nach „Nägel mit Köpfen“ und schrieb zunächst einzelne Geschichten und Begebenheiten auf, denn nur gesammelte Werke sind seiner Meinung nach wertlos. Nach und nach entstanden seine Bücher:

 

Von der Wallburg zum Residenz-u. Renaissanceschloss Gröningen
Kriegsende im nördlichen Harzvorland
Heimatbuch Kloster Gröningen Teil 1 u. 2.

 

Durch dieses zeitaufwendige Hobby überstand Ralf Staufenbiel auch im Polizeidienst viele schreckliche Bilder, die sich ihm boten, recht unbeschadet. „Nicht jeder Mensch schafft es, diese Erlebnisse zu bewältigen“, weiß Ralf Staufenbiel bis heute.

Mit 57 Jahren ging er nach Abarbeitung von über 1500 Branddelikten und ca. 350 Todesursachenermittlungen als Kriminalhauptkommissar vorzeitig in Pension und hat in den letzten sieben Jahren die Kloster Gröninger Heimatgeschichte intensiv aufgearbeitet.

Nachdem der 1. Teil im Ort und in der Region gut angenommen war, hat er nun auch den Teil 2 zum Abschluss gebracht.

Die beiden Heimatbücher Teil 1 und 2 sind ohne Zweifel sein Lebenswerk. Fast alle ihm zugetragenen und recherchierten Informationen hat der Chronist sorgfältig in mehr als 30 Jahren gesammelt und archiviert.

Nebenbei arbeitet er ständig an einer von Winfried Walter erstellten Zeittafel mit den wichtigsten historischen Ereignissen der Stadt Gröningen und seiner Ortsteile.

Lange Weile hat Ralf Staufenbiel nie, der Fotoapparat liegt immer in Reichweite, Ohren und Augen sind immer in Bereitschaft und im Notfall sowie bei bedeutenden Ereignissen in und um die Bodestadt ist er immer zur Stelle.

 

Ralf Staufenbiel mit seinen beiden Heimatbüchern beim Wettbewerb zum mitteldeutschen Historikerpreis „Ur-Krostitzer Jahresring 2014“ in der Kategorie Ortsgeschichte ausgezeichnet
Ein Blick in das heimische Arbeitszimmer von Ralf Staufenbiel zeugt von vielen Stunden Arbeit und Recherche des Kloster Gröninger Heimatforschers und Ortschronisten. Jede  Menge Unterlagen, Notizen und Fotos sowie zahlreiche Bücher, Aktenordner und Papierstapel spiegeln hier das Wirken des geschichtsinteressierten Bürgers wieder und lassen nur einen Bruchteil von Stunden erahnen, die  der heutige Pensionär in diesem Zimmer verbracht hat.
Mitten auf dem Schreibtisch liegt das nagelneue Kloster Gröninger Heimatbuch Teil 2 und wartet mit 432 Seiten, 870 Fotos und gut 50 weiteren historischen Abbildungen auf seine neugierige und interessierte Leserschaft. Nicht nur die Kloster Gröninger dürften ein Interesse an diesem Buch haben, denn viele überregionale Themen werden sicher auch andere Leser neugierig machen.
Nachdem Ralf Staufenbiel bereits im Jahre 2012 sein erstes Heimatbuch erfolgreich auf den Markt gebracht hat, ließ ihn der Heimatforschervirus nicht mehr los. Was er mit der aufwändigen Geschichtsrecherche in die vergangenen Jahrhunderte von Kloster Gröningen auf den Weg brachte, sollte mit dem Druck des ersten Heimatbuches nicht so einfach zu Ende sein. Viele neue Erkenntnisse, unzählige offene Fragen und die Faszination der Historie seiner Heimat ließen Ralf Staufenbiel nicht zur Ruhe kommen und seine Aufarbeitungen bis in die heutige Zeit und in überregionale Gebiete hinein als „sein Lebenswerk“ festhalten. Im Band 1 seines Heimatbuches beschäftigte sich Ralf Staufenbiel mit einer umfangreichen Aufarbeitung einer ganzen Sammlung von Puzzleteilen anderer Heimatforscher, Wissenschaftler sowie Zeitzeugen und schuf mit seinem Werk eine erste zusammenhängende Zeitreise durch die Kloster Gröninger Dorfgeschichte. Er dokumentierte die Zeugnisse der Vergangenheit in einem einzigen Buch, beschrieb dabei neben der überaus interessanten Geschichte der Kloster Gröninger Kirche auch das Brauchtum im Ort, gab Einblicke in die Geologie des Ortes, beschrieb umliegende Erdfälle, Bodewiesen und vieles mehr. Er beleuchtete das Leben der Klosteraner während der Kriegszeiten, die Nachkriegsentwicklung, Landwirtschaft und Versorgung bis in die heutige Zeit hinein.
„Der Teil 2 des Heimatbuches liegt nun vor und ergänzt noch fehlende Themen des ersten Teiles“, erzählt Ralf Staufenbiel, der in den letzten Jahren sehr viel Herzblut in dieses Buch gesteckt hat und mit seinen Aufgaben und Zielen gewachsen ist. Dabei musste er feststellen, dass man mit zunehmendem Alter viele Dinge des Lebens mit anderen Augen sieht und viel intensiver wahrnimmt, als im Kindesalter.
Das Hauptaugenmerk hat der Heimatforscher und Hobbyfotograf im zweiten Teil seines Buches auf die Darstellung der typischen Bördelandschaft, der Bode-Niederung und den schwachen Ausläufern des nördlichen Harzvorlandes gelegt, die allesamt mit dem kleinen Ort Kloster Gröningen und seinen Einwohnern in Verbindung stehen und insbesondere der Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten sind.
In vielen Bildvergleichen, Karten, alten Bauzeichnungen und Fotos der Alt- und Neuzeit dokumentiert er einen Kulturlandschaftswandel, wie es ihn in unserer Region in dieser Form noch nicht gibt. Ralf Staufenbiel beschreibt in seinem zweiten Band neben zahlreichen Ortsansichten und Luftaufnahmen auch die Entwicklung von alten Handwerkskünsten, damaligen und neuen Unternehmen, zählt Kloster Gröninger Gaststätten mit ihren geschichtsträchtigen Hintergründen auf, verweist auf einstige und heutige Verkehrswege, die interessante Geschichte der Postzustellung, der Geschichte der Gröninger Kleinbahn, der Feldbahn sowie das umfangreiche Thema der Kloster Gröninger LPG. Er erinnert auch an wichtige Persönlichkeiten, Kindereinrichtungen, Vereine und das Feuerlöschwesen sowie überregionale Themen, wie beispielsweise die Ziegelei oder das Kieswerk bei Nienhagen.
Allein auf 46 Seiten widmet sich der Autor des Buches der 1075-Jahrfeier im Jahr 2011. So wurden fast alle Teilnehmer und Gäste des Umzuges im Bild festgehalten.
„Dieses Heimatbuch ist so konzipiert, dass es den gegenwärtigen Lebensraum und unsere Kulturlandschaft für die Zukunft „einfrieren“ soll. So weiß man auch noch in 100 oder 200 Jahren, wie wir in unserem Heimatdörfchen Kloster Gröningen gelebt haben und welche Persönlichkeiten es prägten“, so Ralf Staufenbiel.
Mit einem Aufwand von rund 10.000 Arbeitsstunden, einem stetig wachsamen Auge im Zeitgeschehen und dem immer aufgeladenen Fotoapparat mit großer Speicherkarte war es sein Ziel, die Zeugnisse der Kloster Gröninger Geschichte in eine Zeit zu übermitteln, an der er und seine Mitstreiter wohl nicht mehr teilhaben werden.
Sein Dank geht dabei an die Klosteraner Sabine Koch, Marlen Eisemann, Winfried Walter und Uwe Reinhardt, die ebenfalls viele Stunden ihrer Freizeit opferten. Sie glichen die Wissenslücken des zugezogenen Deesdorfers Ralf Staufenbiel aus, korrigierten seine Texte, korrigierten und ergänzten fehlendes Bildmaterial. „Ohne dieses Helferquartett und den vielen älteren Dorfbewohnern, die noch Erinnerungen aus der „guten, alten Zeit“ hatten, wären die Heimatbücher nicht in dieser Vollkommenheit erschienen“, so der Autor, der sich ganz besonders über den gelungenen Bucheinband, gestaltet vom ehemaligen Gröninger Uwe Reinhardt, freut.
Am 9. Dezember wurde Ralf Staufenbiel zur Preisverleihung des mitteldeutschen Historikerpreises „Ur-Krostitzer Jahresringes 2014“ nach Leipzig eingeladen und dort als Sieger in der Kategorie Ortsgeschichte ausgezeichnet.
Mit ihm zusammen wurden auch Sabine Koch, Marlen Eisemann, Winfried Walter und Uwe Reinhardt geehrt, die mit Ralf Staufenbiel als Autor allen interessierten Lesern nicht nur einen sicheren Blick in die Vergangenheit ihres eigenen Heimatdorfes, sondern auch über die Kreisgrenzen hinweg erlauben.
Der zweite Teil des Heimatbuches steht jetzt der Öffentlichkeit zur Verfügung und kann in den Buchhandlungen Oschersleben, Halberstadt, der Touristinformation Oschersleben, im Geschäft Tausend kleine Dinge in Gröningen und beim Autor gekauft werden.
Marlies Müller

 

 

 

 

Ortschronist Kurt Rausche

Kurt Rausche

Kontakt:

Kurt Rausche

Lange Straße 26

39393 Am Großen Bruch OT Wulferstedt

Telefon: 039401 329

 
Kurt Rausche hält die Geschichte seines Dorfes fest

Ein Blick in die heimischen Räume von Kurt Rausche aus Wulferstedt verrät, dass sich der 92 jährige Senior ganz intensiv mit der Heimatgeschichte und mit den historischen Höhepunkten in Wulferstedt beschäftigt. Aktenschränke voll dicker Ordner, zahlreiche Bilderalben sowie gebündelte Zeitungen und Notizen bieten ein Bild von jahrelanger Arbeit, Mühe und ständiger Recherche.

Doch zwischen allen geschichtsträchtigen Dokumenten, vergilbten Landkarten und Wälzern ragt ein hochmoderner Computer mit Drucker, Scanner und externer Festplatte heraus, der sich für den Ortschronisten Kurt Rausche seit 1999 zu einem nicht mehr wegzudenkenden Utensil entwickelt hat.

Was Kurt Rausche früher mit der Schreibmaschine erledigt hat, gibt er nun per Tastatur in seinen Computer ein und kann all seine Informationen und Recherchen ohne weitere Mühe speichern oder ausdrucken. Zahlreiche Fotodateien sind übersichtlich geordnet und im Notfall schnell zu finden. „Ich habe eine schlechte Handschrift“, verriet Kurt Rausche und präsentierte als weiteres Zubehör ein Gerät zur Digitalisierung von Dias.

Kurt Rausche wurde 1922 in Anderbeck, im heutigen Landkreis Harz geboren, durchlebte die Kriegszeiten, Zerstörungen, Trauer und Verluste und wohnt seit 1952 in Wulferstedt. Seit dieser Zeit führt er kontinuierlich Tagebuch und hält, neben den täglichen Wetterdaten, auch die Veränderungen, Entwicklungen und Vorkommnisse im Dorf fest.

Zusammen mit seiner Frau bewohnte und bewirtschaftete er ein dorftypisches Fachwerkhaus mit Landwirtschaftshof, erlebte Höhen und Tiefen der damaligen Reformen im Ort und arbeitete als Buchhalter in der einstigen LPG. Schon immer interessierte er sich für Heimatgeschichte, Ereignisse und Entwicklungen in der Vergangenheit sowie besondere Höhepunkte. Viele Jahre arbeitete er an seiner eigenen Familienchronik, die er mit insgesamt 200 Seiten fertigstellte.

Sein Schwager und damaliger Wulferstedter  Lehrer, Erhardt Roland, beschäftigte sich schon immer mit der Geschichte des Ortes, arbeitete die Wulferstedter Dorfgeschichte anlässlich der 1000-Jahr-Feier im Jahre 1967 auf und war 1985 mit seiner Chronik fertig. Auch dabei halb Kurt Rausche gern und bekam somit umfassende Einblicke in die Historie von Wulferstedt. „Da mein Schwager damals keine Druckgenehmigung für seine Chronik erhielt, habe ich das komplette Manuskript mit der Schreibmaschine abgetippt“, berichtete Kurt Rausche.

Als Erhardt Roland 1990 verstarb, übernahm Kurt Rausche sämtliche Aufzeichnungen von ihm und begann damit, die Arbeit seines Schwagers fortzuführen. „Diesen Schritt verdanke ich insbesondere meiner Tochter, die mich überredet hat und den letzten Anstoß dazu gab“, berichtete er weiter. Sein Ziel bestand darin, die Chronik bis zum Jahr 2000 fertigzustellen und der Gemeinde zu übergeben.

Während seiner weiteren Recherche wurde er von Wulferstedter Bürgern unterstützt. Insbesondere Lisa Schröder arbeitete mit ihm zusammen an der Weiterführung der Wulferstedter Hofchronik, die einst dem damaligen Amtsvorsteher sowie Hof- und Hausbesitzer Schröder für die Zeit von 1900 bis 1917 als Grundlage diente.  „Diese Weiterführung war eine ganz besonders intensive und zeitaufwendige Arbeit“, berichtete Kurt Rausche weiter und verwies auf die vielen Jahre, die recherchiert und bis heute aufgearbeitet werden mussten. Dabei ist er sich durchaus bewusst, wie wichtig Daten und Namen einstiger Haus- und Hofbesitzer für die Nachwelt sind.

Noch heute widmet der Senior den größten Teil seines Tages der Heimatgeschichte. Auch wenn er nicht mehr so gut zu Fuß ist, wie vor einigen Jahren, will er dennoch am Ball bleiben, an der Chronik weiterschreiben und sein Wissen mit anderen Bürgern teilen. Mit seiner Arbeit will er zudem aktiv an der Vorbereitung eines wichtigen Höhepunktes im Dorf mitarbeiten, denn 2017 wollen die Einwohner ihre 1050-Jahr-Feier begehen.

 

Ortschronist Peter S. Fischer

Peter S. Fischer

Kontakt:

Peter S. Fischer

Thälmannstr. 32

39393 Ausleben

OT Ottleben

Telefon: 039404 50316

Chronist Peter S. Fischer ließ das Chronikarchiv Ausleben entstehen

Peter S. Fischer, 1936 in Magdeburg geboren, verbrachte seine Schulzeit in Bayern und Österreich und absolvierte dann eine Ausbildung zum Textilkaufmann in Hessen, Niedersachsen und Hamburg. Nach einem langjährigen Aufenthalt im Ausland, unter anderem in Südafrika, und seinen Reisen in die entlegensten Winkel dieser Welt, kehrte er 1994 in die Magdeburger Börde zurück, die seit dem 17. Jahrhundert bereits die Heimat von fünf Generationen seiner Vorfahren gewesen war. Mit seinem Interesse an der deutschen Geschichte und seiner wieder erwachten Verbundenheit zu Ausleben und dessen geschichtsträchtiger Vergangenheit, hat Peter S. Fischer vor einigen Jahren begonnen, eine Chronik der Großgemeinde Ausleben und seinen umliegenden Dörfern zu erstellen. Seine im Mai 2008 veröffentlichte Festschrift zur 900-Jahr-Feier von Ottleben dokumentiert und beleuchtet in konzentrierter Form die 5000-jährige Geschichte dieses Ortes.

Im Jahre 2009 wurde Peter S. Fischer vom Gemeinderat Ausleben zum Ortschronisten berufen und gleichzeitig beauftragt, ein Chronikarchiv innerhalb der Gemeindeverwaltung zu erstellen und aufzubauen.

Dieses Archiv befindet sich im ebenso geschichtsträchtigen Gebäude und heutigem Sitz der Gemeindeverwaltung, der ehemaligen Villa Bode in Ausleben und bietet jedem Besucher eine Reihe von Einblicken in die Historie von Ausleben und weiteren interessanten Städten und Orten. Zahlreiche Bücher, Unmengen von Unterlagen sowie das ein oder andere erinnerungswürdige Stück lassen Besucher, zusammen mit Peter S. Fischer, ganz tief in die Vergangenheit schauen.

Als Mitbegründer des Auslebener Heimatvereines OtWaAuLingen e.V. und Initiator sowie Redakteur des jährlich erscheinenden Heimatheftes, ist der heute 78 jährige fest in die Aufarbeitung der Geschichte seiner Heimat und die der Magdeburger Börde eingebunden.

2013 veröffentlichte der Chronist, förderndes Mitglied des Schöninger „paläons“, mit Hinblick auf die dort gemachten Speerfunde eine Studie mit dem Titel:

„Ausleben von der Steinzeit bis hin zur Christianisierung“.

 

 

Ortschronist Dietmar Buchholz

Dietmar Buchholz

Kontakt:

Dietmar Buchholz

Untere Bergstraße 2

39393 Am Großen Bruch

OT Gunsleben

Telefon: 039401 451

 

 

Chronist Dietmar Buchholz investiert viel Zeit in die Heimatforschung

Dietmar Buchholz wurde am 27. Juni 1936 in Kiel geboren und wohnt seit 1943 in Gunsleben. Er ist verheiratet, hat einen Sohn und genießt als pensionierter Gymnasiallehrer für Geographie und Astronomie seinen wohl verdienten Ruhestand. Zuvor unterrichtete er am Gymnasium Oschersleben und war langjähriger Kreisfachberater für den Geographie- und Astronomie-Unterricht.

Sein publizistisches Schaffen erwuchs aus dem Verantwortungsgefühl für das Niveau und die Qualität des Wissens und Könnens sowohl seiner Kollegen als auch der Schüler. Folgerichtig schrieb er anfangs methodische Handreichungen für die Lehrer beider Fächer, organisierte Wissensolympiaden, arbeitete als Mitgestalter von Lehrbüchern im Verlag Volk und Wissen und im Klett-Verlag. Er gehörte zum Team der Neugestalter der Rahmenrichtlinien für den Geographie-Unterricht im Land Sachsen-Anhalt für alle Schulformen.

Es folgten von ihm mehrere Beiträge zur physischen und ökonomischen Geographie des Altkreises Oschersleben, die entweder in der „Volksstimme“ oder in der Heimatzeitschrift „Zwischen Börde, Bode und Lappwald“ veröffentlicht wurden. Auch Biographien kreisbekannter Persönlichkeiten, wie beispielsweise E. Rohlandt aus Wulferstedt und F. Uehr aus Gunsleben wurden von ihm geschrieben. Mit der Würdigung des Wirkens der beiden genannten einstigen Kreisnaturschutzbeauftragten fanden Natur- und Umweltschutz Eingang in sein publizistisches Schaffen. Für die Monographie „Umweltbelastungen von Luft und Boden am Beispiel eines städtischen und eines ländlichen Gebietes und ihre Behandlung im Geographieunterricht“, ausgeschrieben von der Landesuniversität Postdam, erhielt Dietmar Buchholz 1993 den Umweltpreis des Landkreises Oschersleben.

Anlässlich der 900-Jahr-Feier seines Heimatortes Gunsleben rückten zunehmend heimatgeschichtliche Themen in den Fokus seines Wirkens, verbunden mit mehreren Beiträgen zur Familiengeschichte des Geschlechts derer von der Asseburg, Grundherren von Gunsleben. Auch die Festschrift zur 900-Jahr-Feier Gunslebens entstammt seiner Feder. Dietmar Buchholz war ebenso Mitgestalter der Projektstudie „Verborgene Schätze an der Straße der Romanik“.

Innerhalb seiner heimatspezifischen Beiträge nahm das „Große Bruch – Geologie, Kultivierung und Nutzungskonflikte“ einen breiten Raum ein. Dem Großen Bruch widmete er zwei Fotoausstellungen.

Beiträge aus seiner Hand wurden auch im Magdeburger Biographischen Lexikon (Scriptum-Verlag Magdeburg 2002), im Studienarchiv Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.V. an der Hochschule Neubrandenburg (Nr. 17/2012) und im Landkreis Halberstadt (Heimatzeitschrift „Zwischen Harz und Bruch“) veröffentlicht.

Die Herausgabe seines Buches

„Der lange Weg zum Bördekreis – Zur Geschichte der Verwaltung in der Magdeburger Börde“

(Dr. Ziethen Verlag Oschersleben 2006) stellt zweifelsohne den bisherigen Höhepunkt seines Wirkens dar. Unveröffentlicht blieb bisher ein Manuskript zur Naturraumstruktur des Bördekreises (Gunsleben 2003).

Für sein Gesamtschaffen erhielt er 2010 in Leipzig den Mitteldeutschen Historiker-Preis, ausgelobt von der Urkrostitzer Brauerei, Krostitz, in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig.